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Jürg Stäuble

1948
Geschlecht
männlich
Nationalität
Schweiz (CH)
Typ
Person
Weitere Links
Biografie
Rohe, unbehandelte Materialien in geometrische Formen, Drehungen und Faltungen gebracht, stehen im Zentrum von Jürg Stäubles Œuvre. Seit 1972 setzt sich der Künstler in den Medien Skulptur, Objekt, Installation, Kunst und Bau und Zeichnung mit Raum und Raumwirkung auseinander. Ausgangspunkt ist oft eine einfache Linie, die in Bewegung und Schwung gebracht wird. Seine Werke, wie auch am Beispiel von „Zig-Zag Rotation“ (Sammlung Kunstkredit, Inv. Nr. 2015.05) ersichtlich, vermitteln typischerweise eine gewisse optische Verschiebung oder auch einen Neugierde weckenden raumillusionistischen Eindruck. „Zig-Zag Rotation“ ist aus Teilstücken eines grossen Kartonrohrs zusammengefügt, wobei Jürg Stäuble die Stücke unterschiedlich stark dreht, was zu einer spielerisch anmutenden und gleichwohl unter Spannung stehenden Form führt. Die Oberfläche ist mit Zinkstaubfarbe bemalt, beim Blick ins Innere des Rohrs ist jedoch der Karton in seiner gewohnten Haptik und Optik sichtbar. Jürg Stäubles Werke, die allesamt exakt mathematisch berechnet und geplant werden, erscheinen fliessend und leicht – auch wenn sie bisweilen monumental gross und schwer sind. In der grossen Vielfalt an Materialien finden sich Baustahl, Flugzeugsperrholz, MDF, Glas und Wellpappe genauso wie zerbrochene Spiegel, Eisenblech und -stangen, Karton oder auch Styropor und Tuch, Zeichnungen aus Graphit auf Papier und Fotografien. Jürg Stäuble hat sich sehr früh für die Minimal Art, die Konzeptkunst und die Land Art interessiert und in diesen Bereichen experimentiert. Seine Bedeutung für die Schweizer Kunst wie auch für die Region Basel begründet sich darüber hinaus in seiner langjährigen Lehrtätigkeit an der Schule für Gestaltung und Hochschule für Gestaltung und Kunst.