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Anna Amadio

1963
Geschlecht
weiblich
Nationalität
Italien (IT)
Typ
Person
Weitere Links
Biografie
Anna Amadio lebt und arbeitet seit Ende der 1980er-Jahre in Basel. Sie besucht von 1989 bis 1992 die Fachklasse für räumliches Gestalten an der Schule für Gestaltung Basel und lernt u.a. bei Jürg Stäuble. Von 2013 bis 2015 absolviert sie den Studiengang Master of Arts in Fine Arts an der FHNW. Das wohl bekannteste Werk in Basel ist die 18 Meter hohe, in rot und gelbtönen verästelte Skulptur „Bazooka“ (2004) im Jakob Burkhardt-Haus beim Bahnhof SBB. Besonders sind die Einflüsse ihrer Auslandaufenthalte auf die gewählten Materialien und Techniken. Ihr erstes Atelierstipendium (CMS/iaab) führt sie von 1994 bis 1995 nach Montréal (CAN), wo sie beginnt, mit transparenten Plastikfolien zu arbeiten und später grossformatige Skulpturen und Rauminstallationen aus aufgeblasenen Folien erschafft. 1997 bis 1998 verbringt sie in einem Bildhaueratelier in der Cité Internationale des Arts in Paris. Erstmals beschäftigt sie sich auch im zweidimensionalen Medium der Zeichnung, wobei ihre räumliche Prägung spürbar bleibt: Die grossformatigen Zeichnungen entstehen mit Frottage und Schablone-Technik, für die Anna Amadio eigens hergestellte Unterlagen aus Leim-Reliefs und Schablonen herstellt. Bis heute hat kein einziges fertiges Werk der Künstlerin einen Pinsel gesehen. Alle Werke entstehen entweder mit Schablonen, auf strukturreichen, abgeriebenen Unterlagen, aus dem Kübel gegossener Farbe oder mittels Tropfflaschen. Zwischen 1996 und 2000 erhält Anna Amadio drei Mal die Swiss Art Awards. Spätestens seit ihrem Studioaufenthalt in New York von 2004 bis 2005 sind leuchtende, intensive Farbtöne aus ihrem Werk nicht mehr wegzudenken, was mit dem dortigen grell-bunten Stadtbild und den farbigen Gebäuden in Zusammenhang steht, deren Farbanstrich sich oftmals dick und glänzend über die Häuser legt und ihnen den Atem raubt. In überdimensional grossen, farbig-leuchtenden Vakuum-Arbeiten, für die PVC-Folien über ganze Raumszenerien gelegt werden, finden diese Eindrücke eine künstlerische Interpretation. Plastik spielt als Werkstoff für Anna Amadio eine wichtige Rolle und wird auch als Gestaltungselementen bei Gemälden oder für Objekte und Skulpturen aus Schrumpffolie verwendet. Das Interesse für kunsthistorische Epochen wie den Impressionismus, Surrealismus oder Color Field Painting zieht sich technisch oder inhaltlich als roter Faden durch ihr Werk hindurch. In den neusten monochromen Werkserien seit 2017 erfährt Anna Amadios Interesse für Farbe eine Zuspitzung.