Lenz Klotz
1925 - 2017
Geschlecht
männlich
Nationalität
Schweiz (CH)
Typ
Person
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Biografie
Ob „Grosses Kraftfeld“, „Im Gleichmass“, „Tapa“ oder „Die Sehkarten“ – eines wird umgehend deutlich: Linien sind die Konstanten im Werk von Lenz Klotz. Dazu er selbst: „Es ging darum, die Linie zu befreien, sodass sie nicht mehr etwas Bestimmtes bedeutet, einen Topf umreisst, eine Tanne oder irgendetwas darstellt, sondern dass die Linie ihr freies Eigenleben führt und auf nichts anderes hinweist als auf sich selber.“ Zwei seiner Lehrer, Walter Bodmer und Theo Eble, haben in diesem Bereich vorgespurt, ihre abstrakten Werke weisen Verwandtschaft zu Konstruktivismus und Surrealismus auf, von dem sich Lenz Klotz in seinem Frühwerk ebenfalls inspirieren liess. Im „Grosses Kraftfeld“, 1956, ist Bodmer deutlich spürbar. Wie in seinen Reliefs expandieren die Linien aus dem Zentrum heraus, betonen aber zugleich die geschlossene Form, während mittig Linien und Flächen sich zur Dreidimensionalität transformieren wollen. Auch wenn man ein mittiges Kraftfeld förmlich zu spüren scheint, verweisen die Linien auf nichts anderes als auf sich selbst, doch bleibt dabei nichts dem Zufall überlassen. Die Linien scheinen leicht hingeworfen, sind aber das Resultat einer konzentrierten Erforschung der bildnerischen Möglichkeiten. Alle vier oben genannten Arbeiten zeigen zudem den Einfluss ozeanischer Objekte, die Lenz Klotz bereits in den 1950er-Jahren fasziniert haben. Damals arbeitete er am Basler Völkerkundemuseum (heute Museum der Kulturen). Auch in seiner Kunst und besonders im „Grosses Kraftfeld“ ist der Hang zum Exotischen und Kultischen zu entdecken.