Bernd Völkle
1940
Geschlecht
männlich
Nationalität
Deutschland (DE)
Typ
Person
Biografie
Der Maler und Bildhauer Bernd Völkle besucht ab 1957 in Basel die Allgemeine Gewerbeschule und knüpft da Freundschaften und Kontakte, die ihn ein Leben lang mit der Basler Kunstszene verbinden.
Ein wichtiges Bildmotiv in seinem Schaffen ist die Aubergine. 1968, während seines einjährigen Studienaufenthalts im Deutschen Institut in Rom, begegnet er dieser für ihn exotischen Frucht oft auf den römischen Märkten. Die besondere violette Farbe, die je nach Lichteinfall auch tief schwarz oder metallisch grau wirkt, und die glatte Oberflächenstruktur, die Grösse, die in überraschendem Kontrast zum geringen Gewicht steht sowie die lange, pralle Form, die wiederum mit dem weichen Innenleben der Melanzane kontrastiert, inspirieren Völkle sowohl zu zeichnerischen und malerischen Interpretationen und sogar zu skulpturalen Umsetzungen in Blei und Messing. Ausgehend von der Tonigkeit der Aubergine macht Bernd Völkle auch Farbexperimente, die ihm für seine späteren „Malereilandschaften“ als Grundlage dienen.
„Malereilandschaft“ ist ein von Völkle erfundener Begriff, der seine abstrakten Werke als Gegenstücke zu den Landschaftsmalereien markiert und ihnen gleichzeitig die selbe Geltung zuweist. Ausgehend von der direkten, sinnlichen Wahrnehmung entstehen gegenständliche Gemälde der umliegenden Natur, des Schwarzwalds, aber auch Porträts sowie abstrakte Werke. Bei letzteren wird die Atmosphäre von einer Grundfarbe bestimmt; unterschiedlich grosse, farbige Flächen vermitteln Spannung, Reibung und Harmonie.