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Walter Bodmer

1903 - 1973
Geschlecht
männlich
Nationalität
Schweiz (CH)
Typ
Person
Zugehörigkeit Gruppierung
Allianz, Gruppe 33
Weitere Links
Biografie
Walter Bodmer, genannt „Bo“, ist vielseitig begabt und interessiert: Von klein auf gräbt er nach Fossilien und präpariert sie; mit dem Fund eines Seekuh-Skeletts, das später in die Sammlung des Naturhistorischen Museums eingeht, erlangt er sogar in Fachkreisen Anerkennung. Zudem verdient er sich bis zu seiner Anstellung als Zeichnungslehrer an der Gewerbeschule in seinem 37. Lebensjahr sein Geld als Schlagzeuger und Saxophonist einer Jazzband. Mit seinen Freunden Otto Abt und Walter Kurt Wiemken verbringt er einige Zeit gemeinsam in Paris und die Werke der befreundeten Künstler weisen auch eine gewisse Ähnlichkeit auf. Zudem sind sie alle auch Mitglied der „Gruppe 33“. In der abstrakten Kunst findet Walter Bodmer, einer der bedeutendsten Basler Künstler des 20. Jahrhunderts, eine neue Welt: Sie gibt ihm das Gefühl, wirklich schöpferisch tätig zu sein, anstatt lediglich die Natur nachzubilden. Die 1934 in Öl geschaffene „Komposition“ gehört zur Werk-Entwicklung, die seine Zugehörigkeit zu den „Abstrakten“ ab 1935 begründet, obgleich Bodmer sich nicht auf den Machtkampf zwischen den gegenständlich und den abstrakt arbeitenden Künstlern einlässt. Vielmehr sieht er in der gegenständlichen Zeichnung eine ideale Möglichkeit, Proportionen und Formen kennenzulernen – in der Abstraktion hingegen die Chance, Imaginäres und Empfundenes zum Ausdruck zu bringen.