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Alfred Heinrich Pellegrini

1881 - 1958
Geschlecht
männlich
Nationalität
Schweiz (CH)
Typ
Person
Weitere Links
Biografie
Im Kulturleben der Stadt Basel ist der ordentliche und aufgeräumt wirkende Alfred Heinrich Pellegrini eine bedeutende, einflussreiche Persönlichkeit: Er wirkt als freier Künstler und Wandmaler wie auch als Kunstkritiker, als Sport- und Kulturjournalist, als Kommissionsmitglied der Öffentlichen Kunstsammlung sowie als Mitglied der ersten Kommission des Kunstkredits. 1950 bespielt er den Schweizer Pavillon an der Biennale von Venedig. Neben Heinrich Altherr, Paul Bodmer und Walter Clénin darf er als der meistbeschäftigte Wandmaler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Schweiz gelten. Die genaue Beobachtung der Farb- und Lichtverhältnisse, der Stimmung und des sinnlichen Eindrucks, steht beim impressionistisch geprägten Alfred Heinrich Pellegrini stets am Anfang seiner künstlerischen Arbeit. Sein malerisches Vokabular ist vielseitig. Formal und inhaltlich unterscheiden lassen sich einerseits streng komponierte, übergrosse Wandmalereien (wie der bekannten Darstellung „Apoll und die Musen“ an der Frontwand des Stadtcasinos am Barfüsserplatz), die in Erdtönen farblich zurückhaltend sind, und andererseits die dynamischen Sportler-Illustrationen sowie die Ölgemälde in den Genres Landschaft, Stillleben oder Porträts, bei denen der lebendige malerische Ausdruck dominiert. Pellegrini bleibt zeitlebens einer gegenständlichen Malerei verpflichtet und wertet die Abstraktion als beklagenswerte Infragestellung einer Jahrtausende währenden Entwicklung. Anhand der zahlreichen Selbstbildnisse lassen sich Pellegrinis stilistische Experimente, Diversität in seinem Schaffen und die verschiedenen malerischen Einflüsse gut nachvollziehen.