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Otto Staiger

1894 - 1967
Geschlecht
männlich
Nationalität
Schweiz (CH)
Typ
Person
Zugehörigkeit Gruppierung
Gruppe 33, Rot-Blau II
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Biografie
Während in „Jüngling im Bach“, 1923, noch die Einflüsse des grossen Basler Vorbildes Carl Burckhardt erkennbar sind, verändert sich in den folgenden Jahren nicht nur Otto Staigers Malweise, sondern auch seine Farbpalette radikal. Seit 1922 lebt er mit seiner Familie in Besazio im Tessin, im Nachbardorf Ligornetto arbeitet nicht nur Carl Burckhardt an seinem Spätwerk, sondern auch der junge Albert Müller, den Staiger bereits während seiner Lehrzeit kennengelernt hatte. In der Silvesternacht 1924 gründet Albert Müller mit Gleichgesinnten wie Hermann Scherer, Paul Camenisch und Werner Neuhaus die Künstlergruppe Rot-Blau, der Staiger Mitte 1925 beitritt. Die Einflüsse, die von der Malerei Ernst Ludwig Kirchners geprägt sind, lassen sich in „Knabe im Garten“, 1927, deutlich erkennen. Die Malerei wirkt dynamischer, aber auch spröder und kontrastreicher. In der „Rheinlandschaft bei Hüningen“, 1931, hat er sich von der Expressivität Rot-Blaus verabschiedet und findet zu einem Stil, der die Malerei der französischen Fauves zu Beginn des 20. Jahrhunderts nachahmt, jedoch auch die Einflüsse Edvard Munchs erkennen lässt. Das Bild erinnert aufgrund der starken Akzente und der vereinfachten, typisierten Formen der Figuren, Häuser und Bäume an einen Glasscheibenentwurf. Von 1926 bis 1929 arbeitet Otto Staiger zusammen mit Hans Stocker an der Ausführung der Glasscheiben für die von Karl Moser erbaute Antoniuskirche.