Ernst Friedrich Stocker-Rudin (Coghuf)
1905 - 1976
Geschlecht
männlich
Nationalität
Schweiz (CH)
Typ
Person
Zugehörigkeit Gruppierung
Rot-Blau II, BBZ 8
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Biografie
An den Werken von Coghuf, gebürtiger Name Ernst Stocker, gehen viele Menschen in Basel täglich vorbei: Das farbige Mosaik am Kollegiengebäude der Universität Basel, das Wandfresko im Hof des Gymnasium Münsterplatz, jenes im Pausenhof des Isaak Iselin-Schulhauses sowie die Glasgemälde in der Marienkirche sind öffentlich zugängliche Werke dieses Künstlers.
Coghuf wächst in Basel auf. Nach einer Lehre als Kunstschlosser und Auslandaufenthalten in Italien, Spanien, Marokko, der Provence, Paris sowie einer Reise nach England zieht er in die Freiberge im Jura, wo er zunächst in Saignelégier und Bémont und danach 30 Jahre lang, bis zu seinem Tod, in Muriaux lebt und mit seiner Frau 10 Kinder grosszieht. Zur Malerei findet Coghuf mit Unterstützung seines Bruders Hans Stocker, der ebenfalls Maler ist und zu dessen Abgrenzung er sich 1927 den Künstlernamen Coghuf gibt. Er ist mit Hans Stocker, Otto Staiger, Paul Camenisch, Werner Neuhaus sowie Charles Hindenlang und Max Sulzbachner Mitglied der zweiten Basler Künstlergruppe „Rot-Blau“ und später Mitbegründer der Gruppe „BBZ 8“.
Unter Zeitgenossen ist Coghuf genauso bekannt für seine künstlerischen Qualitäten wie auch berühmt und berüchtigt für sein Temperament, für sein heiteres Gemüt und seine impulsiven Ausbrüche. Seine früheren Gemälde, Zeichnungen und versierten druckgrafischen Erzeugnisse zeigen Landschaften, Menschenszenen und Genrebilder oder vermitteln, wie das Stilleben „Pferdeschädel mit Totenkopf“, das Thema der Vanitas, der Vergänglichkeit alles Irdischen. Formale künstlerische Fragen werden zunehmend wichtiger; Coghufs Spätwerk ist zu einem grossen Teil abstrakt. Seine mit fortschreitendem Alter zunehmende Religiosität widerspiegelt sich besonders in seinen Glasfenster-Kunstwerken.