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Renée Levi

1960
Geschlecht
weiblich
Typ
Person
Weitere Links
Biografie
Ob Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation oder im Zusammenhang mit Architektur, Renée Levis Kunst beruht auf direkten, klaren bildnerischen Aussagen. Ein einzelnes Objekt, einige Linien, farbige Flächen, eine Neonmalerei wie „Orange Fluo 3“ – stets beschränkt sich Levi auf das Wesentliche. Ihre Affinität zur Minimal Art ist darin genauso spürbar wie ihr architektonisches Interesse. Jedes ihrer Werke erinnert an ein einzelnes Zeichen: einer Schrift, einer Spur, einer Situation. Ein klar gesetztes Zeichen, das trotz seiner Einfachheit vieldeutig lesbar bleibt, jedoch nie narrativ wirkt. Um es mit Frank Stella zu sagen: „Man sieht, was man sieht.“ Es kann etwas heissen, muss aber nicht. Dies ist auch von Ornamenten bekannt – Renée Levi hat solche 1996 an der „Bildfassade“ an der Überbauung Dreirosen im Klybeckquartier eingesetzt. Erklärend wirkt die Aussage, dass sie in eigenen Arbeiten die in der jüdischen Tradition diskutierte Differenz zwischen der Wahrheit des Wortes und dem Schein des Bildes thematisiert. Die Vieldeutigkeit von Wort und Bild und die Freiheit der Interpretation bleiben damit gewährleistet.