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Samuel Buri

Le Parasol, 1964
Datierung
1964
Kategorie
Unterkategorie
Material / Technik
Polyvinylacetat auf Leinwand
Masse
Rahmenmass: 261,0 x 300,0 x 3,5 cm
Inschrift
Name, Datierung: Buri / 64 (unten rechts)
Zugang
Ankauf: Engerer, nicht anonymer Wettbewerb für ein Tafelbild im Restaurant Kunsthalle, 1964
Inventarnr.
1964.10
Copyright
Serge Hasenböhler
Beschreibung
Samuel Buri liess sich, wie andere Maler in Basel auch, vom amerikanischen abstrakten Expressionismus genauso inspirieren wie von der Pop-Art. Während „Fenster“ noch die Einflüsse Nicolas de Staëls erkennen lässt, illustriert „Le Parasol“, 1964, Samuel Buris wohl bekanntestes Bild, das seit Jahren im Restaurant Kunsthalle hängt, unzweifelhaft die Auseinandersetzung mit der Pop-Art. Dabei steht nicht nur sein akrobatischer Umgang mit Farbe im Vordergrund, sondern auch sein Interesse an und sein Spiel mit Ornamentik, Seriellem und Repetitionen. Werner von Mutzenbecher, ein enger Künstlerfreund Buris, hat dessen Interessen überaus treffend beschrieben: „Buris Malerei richtet sich in hohem Masse ans Auge und zuallererst an sein eigenes: Er schafft Reizzonen, Strukturiertes, um sich selber zu interessieren, um sich zur Weiterarbeit zu bewegen. Dabei regt auch Gedankenspielerisches an: Ein Bild wird gemalt und erscheint als Bild im Bild auf einem nächsten wieder, und so fort. Buri ist manchmal vielleicht spekulativ, als Maler aber immer Pragmatiker: Jede Idee muss im Bild (...) erprobt werden auf ihre Haltbarkeit hin.“ Dies zeigt sich deutlich beim Stoff des Sonnenschirms und bei den Geranien, die sich teils schematisch, teils in unterschiedlichen Farbmustern über das gesamte Bild bewegen und es derart lebendig machen, dass man nicht nur einen, sondern mehrere Sonnenschirme zu sehen glaubt, inklusive der am Himmel brennenden Sonne, der flirrenden Hitze am Nachmittag und des erfrischenden Weins im kelchartigen Glas.
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