Skip to main content

Hanspeter Hofmann

Ohne Titel, 2002
Datierung
2002
Kategorie
Unterkategorie
Material / Technik
Acryl auf Leinwand
Masse
Bildmass: 150.0 x 180,0 cm
Zugang
Ankauf: Wettbewerb Atelierbesuche 2003
Inventarnr.
2003.19
Copyright
Martin Bühler
Beschreibung
Hanspeter Hofmanns Kunst beruht auf einem einfachen, aber überzeugenden Prinzip. 1992/93 entstand „in vitro“, eine Serie aus acht grossformatigen Holzschnitten. Sie verweist einerseits auf seine vorkünstlerische Tätigkeit in einem international agierenden Chemiekonzern, wo er sich vor allem als Spezialist für Katalysatoren profilierte, andererseits auf ein Vokabular an Zeichen und Formen, das ihm seither als eine Art Fundus seiner Kunst dient. Die Bilder „Ohne Titel“ (silber) und „Ohne Titel“ (rosa), entstanden zwischen 2000 und 2002, sind zwei Beispiele, die für seine Entwicklung symptomatisch sind. Waren es anfänglich weisse Formen auf schwarzem Grund, so verändern sich im Laufe der Jahre die Farben des Untergrundes und der darübergelegten gitterartigen Formen von monochrom zu vielfarbig. Inzwischen verwendet er zusätzlich Texte und Motive aus Konsum und Gesellschaft – Akteurinnen aus Kultfilmen, Fragmente von Tierkörpern, Totenschädel und kultische Insignien – in den unterschiedlichsten bildgebenden Verfahren. Hanspeter Hofmann betont, seine Kunst ziele direkt auf den Menschen. Der Physiologie des Menschen, seinem Denken, Handeln und seiner Wahrnehmung gelte sein Interesse, auch wenn sich dies nicht in jedem Bild entziffern lässt. Die Galaxien, die seine Bilder strukturieren, eignen sich als Metapher für seine Kunst, deren Algorithmus permanent expandiert und deren Einzelteile sich zu neuen, unabhängigen Systemen formen und entwickeln.
Schlagworte