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Karl Glatt

Atelier, 1988
Datierung
1988
Kategorie
Unterkategorie
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Masse
Bildmass: 216,6 x 281,2 x 2,3 cm Rahmenmass: 218,8 x 284,2 x 3 cm
Inschrift
Name: Glatt (unten links)
Zugang
Ankauf: Ausstellung der Basler Künstlerinnen und Künstler 1988, Kunsthalle Basel
Inventarnr.
1988/89.1
Copyright
Kunstkredit Basel-Stadt
Beschreibung
Als Karl Glatt 1988 im Alter von 76 Jahren den Kunstpreis der Basler Zeitung erhält, erzählt er dem Kulturjournalisten Reinhardt Stumm scherzhaft, dass er schon seit drei Jahrzehnten Atelierbilder male, weil sie ein guter Vorwand seien, um ein nacktes Modell neben einem bekleideten Maler darzustellen. „Atelier“ zeigt denn auch eine nackte Frau umringt von drei bekleideten Männern und einem Affen. Die gemalten Personen blicken ins Leere ohne miteinander zu interagieren. Sie posieren wie für ein Gruppenbild in einem vollgestellten Raum. Dieser wirkt mit den Spiegeln, den unterschiedlichen Stühlen, der Mandoline an der Wand und dem Pferdeschädel auf dem Schrank wie ein Proberaum oder eine Theatergarderobe. Die zurückhaltenden Farben sind typisch für Karl Glatts Schaffen. Der Künstler arbeitet als Teil der sogenannten Basler Graumaler phasenweise fast ausschliesslich mit Grautönen. In „Atelier“ akzentuiert er das Traumartige, Schwebende der Darstellung, indem er das sehr bunt begonnene Bild mehrfach in Grau und Schwarz übermalt.