Kurt Seligmann
Der Taucher, 1930
Personen
Datierung
1930
Kategorie
Unterkategorie
Material / Technik
Öl mit Lack auf Sperrholzplatte
Masse
Rahmenmass: 83,0 x 66,7 x 4,8 cm
Inschrift
Keine Signatur: ohne Signatur
Zugang
Ankauf: Ausstellung: Hans Arp, Serge Brignoni, Hans Schiess, Kurt Seligmann und Jacques Düblin, Kunsthalle Basel, 1932
Inventarnr.
752
Copyright
Martin Bühler
Beschreibung
Im Frühling 1932 zeigte der Kunstverein in der Kunsthalle Basel vier Vertreter der Künstlergruppe „Abstraction-Création“: Jean Arp, Serge Brignoni, Hans Schiess und Kurt Seligmann. Ziel der 1931 gegründeten Gruppe war es, ein Forum für die Abstrakte Kunst zu schaffen. An dieser Ausstellung kaufte der Kunstkredit für 400 Franken Seligmanns Gemälde „Der Taucher (Le scaphandrier)“. Es ist das erste Werk Seligmanns in einer öffentlichen Schweizer Sammlung. Anfang 1931 beschäftigte sich Kurt Seligmann in einer Werkserie mit Unterwassermotiven, die er selbst als „Aquariumbilder“ bezeichnete. „Der Taucher (Le scaphandrier)“ hat einen heiteren, gelben Hintergrund mit geraden vertikalen und horizontalen Linien, welche die Formen im Bildfeld verankern. Die Tauchglocke, die unten mit einem Bleigewicht stabilisiert ist, verschmilzt optisch mit dem Taucher, der wiederum mit einem Fisch verschmilzt, der an ihm vorbeizuziehen scheint. Die Strenge des Rasters kontrastiert mit der kindlichen Ausgelassenheit der Farben. Von links unten wachsen diagonal Algen in die Bildordnung, angedeutet durch aufgetröpfelte Farbspritzer. Seligmann verbindet abstrakte Bildformen mit surrealistischem Inhalt. Es ist ein Tauchgang in die Tiefe der menschlichen Traumwelt, ein ironisch gebrochenes Sinnbild für eine Kunst, welche die Ratio mit dem Unterbewussten vereinen möchte.
Schlagworte
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