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Paul Basilius Barth

Selbstbildnis am Fenster, 1907
Datierung
1907
Kategorie
Unterkategorie
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Masse
Bildmass: 97,5 x 71,5 cm
Inschrift
Name, Datierung: P. Barth 07 (unten rechts)
Zugang
Ankauf: Ausstellung des Basler Kunstvereins, Kunsthalle Basel, 1943
Inventarnr.
78
Copyright
Kunstkredit Basel-Stadt Die Nachlassvertretung konnte nicht gefunden werden. Die Rechteinhaber mögen sich melden.
Beschreibung
Die Gemälde „Selbstbildnis“, 1907, und „Vor dem Spiegel“, 1922, sind beide, wie unschwer zu erkennen ist, vor dem Spiegel entstanden. Doch die dazwischenliegenden fünfzehn Jahre sind für Paul Basilius Barths Entwicklung entscheidend. Ab 1902 weilt er in München, um Malerei zu studieren, von 1904 bis 1906 lebt er zuerst in Florenz, später in Rom, Amalfi und Neapel. Durch die Impulse, die ihm der Impressionismus vor allem von Camille Corot, Édouard Manet und Paul Cézanne gibt, kann er sich von der Münchner Hell-Dunkel-Malerei lösen und findet zu einer nuancierten, stärker modellierenden Technik. Diese Einflüsse sind im frühen Selbstbildnis von 1907 differenziert umgesetzt. Die Kombination aus einem warmen Orange und Rot im Vordergrund und in einzelnen hinteren Momenten (Decke und Keramik) sowie der starke Kontrast aus gemischtem Weiss und samtenem Schwarz wären ohne die Kenntnisse der Malerei Cézannes kaum möglich. Das Porträt "Vor dem Spiegel" von 1922 zeigt einen ganz anderen Duktus. Barth hat sich in der Zwischenzeit nicht nur mit dem Expressionismus und der Abstraktion befasst, sondern auf seinen Reisen in Frankreich, Italien und Algerien auch neue kulturelle Einflüsse aufgenommen und vor allem neue Lichtsituationen kennengelernt. Diese Erfahrungen zeigt die abstrahierende Komposition: Während der Künstler selbst unnahbar bleibt, sticht der weisse, an Modigliani erinnernde Gipskopf auf dem hellroten Tisch hervor. Das Bild ist somit ein Doppelporträt, wobei es ein Geheimnis bleibt, wer die Frau an seiner Seite ist.
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